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Radiologie 22. November 2012

Mit Kuscheltier in den Kernspin

Kinder können auch ohne Vollnarkose untersucht werden.

Die Kernspintomographie ist unentbehrlich, wenn es um Darstellungen des ZNS geht. Obwohl die Vorteile gegenüber anderen Untersuchungsverfahren bekannt sind, scheuen viele Institute vor der MRT bei kleinen Kindern zurück. Einerseits vermuten Sie, dass sich die Kinder ohne Sedierung nicht ruhig genug verhalten werden, andererseits scheuen sie den Aufwand einer Sedierung oder Narkose.

Am Universitätsklinikum Bergmannsheil, Bochum, wurden 326 Kinder mit einem Durchschnittsalter von 7,2 Jahren ohne Sedierung untersucht. Alle wurden zuvor altersgerecht auf die MRT vorbereitet, ihnen wurde ausreichend Zeit gegeben, den Scannerraum zu besichtigen und sie durften ihr Kuscheltier ins MRT mitnehmen. Die MRT-Sequenzen wurden mit BLADE-Technik aufgenommen, um „Verwackler“ zu reduzieren.

Mit diesem Konzept gelang es, 41 Prozent der Dreijährigen, 91 Prozent der Vierjährigen und 98 Prozent der über Fünfjährigen zu untersuchen. Die insgesamt 2.461 akquirierten Bildsequenzen waren zu 97 Prozent diagnostisch verwertbar.

Heyer CM et al.: Fortschr Röntgenstr 2012, 184: 1034–42

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