zur Navigation zum Inhalt
Zellen des Prostatakarzinoms, immunfluoreszierend umter dem Lichtmikroskop.
 
Urologie 5. November 2012

Was Prostatakrebs aggressiv macht

Männer mit metabolischem Syndrom erkranken nicht öfter an Prostatakrebs als andere. Besteht jedoch bereits ein Prostatakarzinom, dann gehen Übergewicht und Hypertonie mit einer schnelleren Krankheitsprogression und früherem Tod einher.

Bei 290.000 Männern im mittleren Alter von 44 Jahren wurden BMI, Blutdruck, Nüchternblutzucker, Cholesterin und Triglyzeride erfasst und dann zwölf Jahre lang das gesundheitliche Schicksal der Männer verfolgt.

Bei 6.673 Studienteilnehmern wurde ein Prostatakarzinom diagnostiziert, 961 Männer starben daran. Überraschenderweise war von den untersuchten metabolischen Risikofaktoren keiner mit einer höheren Erkrankungswahrscheinlichkeit assoziiert. Im Gegenteil: Männer mit erhöhten Blutzucker-und Triglyzeridspiegeln entwickelten sogar seltener Prostatakrebs.

Ein anderes Bild ergab sich hinsichtlich der Mortalität: Sowohl bei starkem Übergewicht als auch bei zu hohem systolischem Blutdruck war die Prognose schlechter. Verglich man das höchste mit dem niedrigsten Quintil, war die Sterberate um 36 beziehungsweise 62 Prozent erhöht.

Häggström C et al.: Cancer 2012; doi:10.1002/cncr.27677

springermedizin.de/CL, Ärzte Woche 45/2012

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben