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Manche Beschwerden verschwinden während der Wartezeit.
 
Chirurgie 24. Oktober 2012

Warum pädiatrische OP-Termine platzen

Jeder achte ambulant-operative urologische Eingriff bei Kindern wird abgesagt, nicht selten sehr kurzfristig.

Die Gründe dafür, weshalb ambulante Operationen von Kindern trotz vereinbarter Termine nicht zustande kommen, haben Urologen aus Denver retrospektiv untersucht.

Dazu verwendeten sie Daten aus den Monaten Januar bis Juli 2010. Von den in diesem Zeitraum geplanten 854 Terminen für elektive ambulante Operationen platzten schließlich 114, also 13,3 Prozent.

Meist waren die Absagen unvermeidbar. So waren 40,3 Prozent der jungen Patienten zum OP-Termin erkrankt, am häufigsten an Atemwegsinfekten. In 19,6 Prozent dieser Fälle mussten die Operationen deshalb nach Eintreffen des Patienten in der Klinik vom Operateur oder Anästhesisten vom OP-Plan gestrichen werden. Bei den restlich 80,4 Prozent der Absagen gaben die Eltern Bescheid, und zwar in letzter Minute. Immerhin bei einem Drittel der geplatzten Termine hätte sich die Absage aber vermeiden lassen. Die Gründe waren hier vor allem Verletzungen des Nüchterngebots, was 8,8 Prozent aller Absagen betraf.

Den erfreulichsten Grund für die Absage – nämlich in der Zwischenzeit stattgehabte Spontanheilung – lieferten 4,4 Prozent der Patienten. Dies betraf die Entfernung von Stents (die Schmerzen hatten nachgelassen), Laserlithotripsie (die Steine waren abgegangen) oder auch Zirkumzisionen.

Quelle: Pohlman GD et al. Contributing Factors for Cancellations of Outpatient Pediatric Urology Procedures: Single Center Experience. J Urol 2012; 188: 1634-1638

springermedizin.de/CL, Ärzte Woche 43/2012

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