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In vielen Fällen helfen schon Augenreinigungen und Tränenersatzflüssigkeit.
 
Augenheilkunde 31. August 2012

Resistenzen nehmen zu

Bakterien, die Bindehautentzündung auslösen, reagieren zunehmend unempfindlich auf Antibiotika.

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät daher zur Zurückhaltung bei der Verordnung von Antibiotika. Über 60 Prozent der Fälle heilen innerhalb von fünf Tagen spontan aus. Mit der antibiotischen Gabe könne problemlos drei Tage gewartet werden. Tränenersatzflüssigkeit und Augenreinigungen mit lauwarmem Wasser lindern die Beschwerden. Tritt nach drei Tagen keine Besserung ein, kann ein Antibiotikum verordnet werden. Bei Erwachsenen kommen zunächst Gentamycin, Tobramycin und Azithromycin zum Einsatz, nur bei sehr schwerem Krankheitsverlauf Fluoroquinolone. Für Neugeborene ist Moxifloxacin, für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr Azithromycin Mittel der Wahl.

Messmer EM: Klin Monatsbl Augenheilkd 2012; 229: 529–33

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