zur Navigation zum Inhalt
 
Pulmologie 10. April 2012

Schutz durch frühen Keimkontakt

Bei Mäusen reguliert früher Kontakt zu Keimen Immunzellen und kann die Tiere vor Asthma oder entzündlichen Darmerkrankungen schützen. Die Ergebnisse einer in Science publizierten Studie stützt die Hypothese, dass ein Aufwachsen unter besonders keimarmen Bedingungen bei Kindern zu Autoimmunkrankheiten führen könnte.

Keimfrei gehaltene Mäuse hatten viele natürliche Killer-T-Zellen in der Lunge und im Darm. Die Zellen schütten nach Aktivierung Botenstoffe aus, die bei Autoimmunkrankheiten und Entzündungen eine Rolle spielen, so die Forscher. Die keimfreien Mäuse waren unter anderem anfälliger für Asthma.

Die Forscher setzten die keimfreien Mäuse im Alter von etwa acht Wochen in Käfige mit anderen Labormäusen und hofften, dass das Immunsystem sich anpassen würde. Doch dies war nicht der Fall. Dann setzten sie schwangere Mäuse aus der keimfreien Population in Käfige mit normalen Labormäusen und ließen sie dort Nachwuchs bekommen. Die Mäusebabys hatten so sofort Kontakt zu natürlich vorkommenden Keimen bei Mäusen, wenn auch nicht zu Krankheitserregern. Die Forscher konnten nachweisen, dass die so geborenen Tiere eine normalisierte Anzahl von natürlichen Killer-T-Zellen hatten und als Folge eine geringere Anfälligkeit für Asthma.

 

Literatur: Science 2012 DOI: 10.1126/science.1219328

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben