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Urologie 6. März 2012

Penis: Methoden zu Verlängerung verglichen

In einem Review werteten Urologen der Universität Turin, Italien, fünf evidenzbasierte Studien mit 121 Männern zur Operation und sechs mit 109 Männern über konservative Methoden zur Penisverlängerung aus.

Eine Länge von mindestens 4 cm im schlaffen und mindestens 7,5 cm im erigierten Zustand wurde in dem Review als normal angesehen, wobei die Größe und der Body-Mass-Index der Männer mitberücksichtigt wurden. Unter den verschiedenen konservativen Methoden schnitten Penis-Extender mit einem Längenzuwachs von 0,5 cm bis 2,3 cm am besten ab und waren somit der Operation ebenbürtig (1,3 cm bis 2,5 cm), waren aber mit deutlich weniger Risiken verbunden. Um einen Erfolg zu sehen, muss der Penis über Monate hinweg mehrere Stunden täglich in diesem Gerät unter Zug gehalten werden. Einige wenige berichteten dabei über Schmerzen, Juckreiz, kleine Einblutungen und vorübergehende Verfärbung.

Andere Verfahren wie Vakuumbehandlung und Botoxinjektionen erbrachten nicht den gewünschten Erfolg. Penoskrotale Ringe wiederum sind eher bei erektiler Dysfunktion sinnvoll. Für Männer jedoch, deren Penis normal groß ist und die dennoch unter einem „Zu-kleinen-Penis-Syndrom“ leiden, komme ausschließlich eine kognitive Verhaltenstherapie in Frage.

Oderda, M; Gontero, P.: BJU International 2011; 107(8): 1278–82: doi: 10.1111/j.1464-410X.2010.09647.x

Springermedizin.de, Ärzte Woche 10 /2012

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