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16. Jänner 2012

Prostatakrebs durch die „Pille“?

Die Exposition gegenüber Östrogenen kann möglicherweise das Risiko für ein Prostatakarzinom erhöhen.

Das würde erklären, warum in Ländern, in denen besonders viele Frauen mit der Pille verhüten, bei besonders vielen Männern ein Prostatakarzinom diagnostiziert wird. Orale Kontrazeptiva enthalten Östrogenkomponenten, die mit dem Urin ausgeschieden werden und so das Grundwasser kontaminieren können. Kanadische Urologen sind dem Zusammenhang jetzt in einer geografischen Studie nachgegangen.

Als Grundlage dienten ihnen der United Nations World Contraceptive Use 2007 Report sowie Daten der International Agency for Research on Cancer zur länderspezifischen, altersstandardisierten Inzidenz und Mortalität des Prostatakarzinoms aus demselben Jahr.

Es zeigte sich eine signifikante Korrelation zwischen der Verwendung oraler Kontrazeptiva und der Inzidenz des Prostatakarzinoms. Auch die Prostatakarzinom-Mortalität fiel in Ländern mit hohem Anteil von Pillenanwenderinnen höher aus. Diese Assoziation war jedoch nur im weltweiten Vergleich signifikant, nicht innerhalb von Europa.

Margel, D.; Fleshner, N. D.: British Medical Journal Open 2011;1:e000311 doi:10.1136/bmjopen-2011-000311

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