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Allgemeinmedizin 6. Dezember 2011

Gefährliches Training für den Ernstfall

Feuerwehrleute verletzen sich bei der sportlichen Vorbereitung häufiger als bei Einsätzen selbst. Das berichten Forscher von der University of Arizona in der Zeitschrift Injury Prevention. Nur jede zehnte Verletzung geschieht bei der Brandbekämpfung, wenngleich es hier dann eher zu ernsthaften Verletzungen kommt. Das zeigt die Datenanalyse von 650 Bediensteten in 21 Feuerwehrstationen der Stadt Tucson, Arizona, USA, zwischen 2004 und 2009.

Der gefährlichste Moment ist für Feuerwehrleute das Sporttraining, das nicht nur der Verbesserung der Kondition dient, sondern auch vor Unfällen im Einsatz schützen soll: Jede dritte Verletzung passiert hier, gefolgt von Patiententransport (17 Prozent) und Einsatzsimulationen. Insgesamt zeigten die untersuchten Feuerwehrleute ein sehr hohes Verletzungsrisiko von jährlich 17,7 Prozent, wobei vor allem die Gruppe der 30- bis 40-Jährigen betroffen ist. Die häufigsten Verletzungsarten sind Verstauchungen und Zerrungen.

 

Poplin, G. S. et al.: Beyond the fireground: injuries in the fire service. Injury Prevention: 2011; doi:10.1136/injuryprev-2011-040149

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