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Foto: photos.com / Ärzte-Woche-Montage
 
Allgemeinmedizin 6. Dezember 2011

Fettabsaugen: Ein Jahr später sitzt der Speck nur woanders

In einer prospektiven Studie wurde bei normalgewichtigen Frauen mit ungünstig proportionierten Fettdepots (Bauch, Hüften, Oberschenkel) nach einer Fettabsaugung untersucht, welche anatomischen Muster der Fett-Wiedereinlagerung es gibt.

Zu Beginn der Studie erfolgten Untersuchungen des Körperaufbaus: DXA-Methode (primärer Endpunkt), Messungen des Umfangs von Bauch und Gliedmaßen, der subkutanen Hautfaltendicke sowie MRT von Rumpf und Gliedmaßen. Anschließend wurden die 32 Teilnehmerinnen im Alter von 36 +/- 1 Jahren nach dem Zufallsprinzip unterteilt: eine Gruppe erhielt eine geringvolumige Fettabsaugung (n=14), eine war Kontrollgruppe (n=18). Die Frauen in der Absaugungsgruppe wurden innerhalb von vier Wochen operiert. Nach jeweils sechs Wochen, sechs Monaten und einem Jahr wurden die Untersuchungen wie zu Beginn der Studie wiederholt. Die Frauen hatten sich verpflichtet, im Beobachtungszeitraum keine Lifestyle-Veränderungen vorzunehmen.

Die Frauen scheinen von einer geringvolumigen Fettabsaugung langfristig nicht wirklich zu profitieren. Der Körperfettanteil war nach einem Jahr nicht mehr signifikant niedriger als bei der Kontrollgruppe. Das neu aufgebaute Körperfett war statt an den Oberschenkeln in der Bauchregion abgelagert.

Hernandez, T. L. et al.: Obesity 2011; 19 (7): 1388–95; doi: 10.1038/oby.2011.64

Springermedizin.de/PH, Ärzte Woche 49 /2011

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