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Foto: Dagmar Zweytick
Transmissionselektronenmikroskopie-Aufnahme der zerstörten Zellhülle des Bakteriums E. coli nach Behandlung mit modifizierten Peptiden.
 
16. August 2011

Doppelt wirksam gegen Keime

Am Institut für Biophysik und Nanosystemforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) konnten Forscher die Wirksamkeit von antimikrobiellen Peptiden im Kampf gegen gefährliche Keime erhöhen.

Die zunehmenden Resistenzen gegen herkömmliche Antibiotika erfordern neue Strategien zur Bekämpfung von Krankheitserregern. Ein internationales Forscherteam unter der Koordination von Doz. DI Dr. Karl Lohner entwickelt neuartige Wirkstoffe basierend auf antimikrobiellen Peptiden. „Durch Koppelung einer Fettsäure an das Peptid wurde nicht nur die Effizienz bei der Zerstörung der bakteriellen Membran gesteigert, sondern auch die Bindung an bakterielle Endotoxine extrem erhöht. Diese sind Bestandteil der äußeren Zellmembran gram-negativer Bakterien, wie Salmonellen oder E. coli, dem Objekt der vorliegenden Studie. Sie werden beim Absterben der Bakterien freigesetzt, wobei es zu septischen Komplikationen insbesondere bei geschwächten Patienten kommen kann“, erklärt Erstautorin DI Dr. Dagmar Zweytick. Die modifizierten Peptide wurden erfolgreich an Mäusen getestet und zum internationalen Patent angemeldet.

Zweytick, D. et al.: The Journal of Biological Chemistry 2011; 286: 21266–76; doi: 10.1074/jbc.M110.195412

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