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© University of East Anglia, Norwich
Dr. Grant Wheeler von der University of East Anglia in Norwich.
© University of East Anglia, Norwich

Menschliche Melanom-Krebszellen, die am Biomedical Research Centre, University of East Anglia, unter kontrollierten Bedingungen in einer Petri-Schale kultiviert wurden. Das dunkle Pigment Melanin, das diese Zellen produzieren, ist in diesen klar sichtbar.

 
Dermatologie 12. Mai 2011

Rheumamedikament hemmt Melanom-Wachstum

Britische Forscher berichten von einer bedeutenden Entdeckung, die zu einer wirkungsvollen neuen Therapieoption beim Melanom werden soll. Im Fachjournal Nature vom 24. März berichteten sie, dass Leflunomid, das zur Behandlung der rheumatoider Arthritis oder Psoriasis-Arthritis eingegesetzt wird, auch das Wachstum von malignen Melanomen hemmt. Dr. Grant Wheeler und Dr. Matt Tomlinson von der University of East Anglia (UEA) in Norwich, GB, hatten tausende Stoffe getestet, um herauszufinden, welche die Entwicklung von Pigmentzellen in Kaulquappen beeinflussen. Sie konnten eine Reihe von Wirkstoffen identifizieren, und haben nun – in Zusammenarbeit mit Kollegen des Bostoner Kinderspitals – zeigen können, dass Leflunomid das Tumorwachstum im Mausmodell signifikant reduziert. Der Effekt war noch ausgeprägter, wenn der Wirkstoff gemeinsam mit PLX4720 eingesetzt wurde. PLX4720 ist eine vielversprechende neue Melanomtherapie, die derzeit klinisch untersucht wird. Mit der Kombination konnte das Wachstum des Tumors fast gänzlich gestoppt werden. Nun soll der Einsatz von Leflunomid zur Melanomtherapie in klinischen Studien untersucht warden. Die Forscher rechnen damit, dass die erweiterte Zulassung bis in fünf Jahren vorliegt.

Quelle: White, R. M. et al: DHODH modulates transcriptional elongation in the neural crest and melanoma. Nature 2011; 471(7339): 518–22; doi:10.1038/nature09882

UEA/PH, hautnah 2/2011

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