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Der Kurzschlaf nach dem Stress senkt den Blutdruck.
 
Allgemeinmedizin 4. Mai 2011

Nickerchen verbessert Blutdruck

Nach psychischer Belastung 45 Minuten schlafen: Das wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus.

Durchschnittlich schlafen wir heute fast zwei Stunden weniger als noch vor 50 Jahren. Das macht sich langfristig bemerkbar. Beispielsweise kann es einen Zusammenhang geben zwischen kürzerem Schlaf und einem erhöhten Bluthochdruckrisiko sowie allgemeinen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Forscher des Allegheny College in Pennsylvania, USA, untersuchten, wie sich der Schlaf während des Tages auf die Erholung des Herz-Kreislaufsystems nach einem mentalen Belastungstest auswirkt. Sie teilten 85 Universitätsstudenten in zwei Gruppen ein: der einen Gruppe wurde eine Stunde Schlaf während des Tages zugestanden; der anderen Gruppe nicht. Die Studenten wurden nach der Schlafqualität gefragt. Sie mussten sich zudem einem körperlichen Belastungstest des Herz-Kreislaufsystems unterziehen und dabei eine komplexe Rechenaufgabe lösen. Währenddessen wurden Blutdruck und Puls gemessen. Die Gruppe mit der Möglichkeit zu einem Kurzschlaf hatte weniger Ermüdungserscheinungen als die Gruppe, die tagsüber nicht schlafen konnte. Obwohl Blutdruck und Puls in beiden Gruppen in der Belastungsphase des Tests anstieg, konnte die Schlafgruppe ihre durchschnittlichen Blutdruckwerte während der Erholungsphase deutlich senken, was den „Schlaflosen“ nicht gelang.

Brindle RC, Conklin S: Daytime International Journal of Behavioral Medicine 2011; doi:10.1007/s12529-011-9150-0

Springer.com/PH, Ärzte Woche 18 /2011

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