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Foto: Jill Clardy / flickr.com
Apfelform bedeutet nicht automatisch schlechtere Prognose.
 
Allgemeinmedizin 23. März 2011

Egal ob Apfel- oder Birnenform?

Gerade hat sich die Information durchgesetzt, dass Übergewichtige mit mehr Bauchfett ein höheres kardiovaskuläres Risiko haben als solche mit mehr Reserven auf den Hüften, und jetzt ist wieder alles anders?

Eine internationale Untersuchung stellt die gängige Meinung in Frage, wonach fettleibige Personen mit einer „Apfelform“ ein höheres Risiko für Herzattacken und Schlaganfälle hätten als adipöse Personen mit einer anderen Fettverteilung. Die neue Studie erfasste über 220.000 Erwachsene, von jeden die meisten nahezu ein Jahrzehnt überwacht wurden. Mehr als 14.000 von ihnen erlitten in der Nachbeobachtungszeit eine Herzattacke oder einen Schlaganfall. BMI, Taillenumfang und das Taille-Hüft-Verhältnis waren im Hinblick auf das kardiovskuläre Risiko vergleichbar. Wenn Informationen über Blutdruck, Diabetes-Vorgeschichte und Cholesterinwerte vorliegen, verbessern Angaben über BMI, Taillenumfang und Taille-Hüft-Verhältnis die Prognose in Bezug auf kardiovaskuläre Erkrankungen nicht. Für die Autoren ist damit klar, dass es es wichtig bleibt Cholesterin- und Blutdruckwerte zu messen.

The Emerging Risk Factors Collaboration: Lancet 2011; doi:10.1016/S0140-6736(11)60105-0

www.thelancet.com/PH, Ärzte Woche 12 /2011

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