zur Navigation zum Inhalt
Foto: photos.com
Das Leben in der Nähe von Nutztieren und Katzen schützt vor atopischer Dermatitis.
 
Dermatologie 15. Februar 2011

Bauernhof-Effekt“ auch bei Neurodermitis

Kinder von Müttern, die mit Nutztieren und Katzen leben, sind bis zum zweiten Lebensjahr besser gegen die atopische Dermatitis geschützt.

Dass allergische Krankheiten bei Kindern weniger häufig auftreten, wenn sie auf einem Bauernhof aufwachsen und wenn deren Mütter während der Schwangerschaft auf einem Bauernhof leben, konnte schon gezeigt werden. Ob es diesen „Bauernhof-Effekt“ auch bei Neurodermitis gibt, war jedoch noch unklar. Erstmals wurde nun mit insgesamt 1.063 Kindern in Österreich, Finnland, Frankreich, Deutschland und der Schweiz untersucht, ob das Leben am Bauernhof vor der Hautkrankheit schützt. Die Forschenden konnten nachweisen, dass bei Kindern von Müttern, die ihre Schwangerschaft im Umfeld von Nutztieren oder Katzen verlebten, das Risiko gegenüber der Allgemeinbevölkerung geringer war, in den ersten beiden Lebensjahren an einer Neurodermitis zu erkranken. Diese Forschungsresultate unterstützen die Theorie, dass die Wechselwirkungen zwischen Genen, Umwelt und Immunsystem bei der Entwicklung von Neurodermitis bei kleinen Kindern eine Rolle spielen.

Quelle: Roduit, C. et al.: Journal of Allergy & Clinical Immunology 2010; doi:10.1016/j.jaci.2010.10.010

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben