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Plädoyer für die HPV-Impfung

HPV-Impfung und Screening auf Zervixkarzinom ermöglichen erstmals die Kombination von primärer und sekundärer Prävention eines Karzinoms.

Prof. Dr. Ursula Kunze und Mag. Gabriela Böhm vom Institut für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Wien haben sich mit einer Public-Health-Analyse das Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Diskussion rund um die HPV-Impfung in Österreich zu leisten, in der Hoffnung, das Thema neu zu positionieren: „Aus Public-Health-Sicht ist die Situation klar: Wenn eine wirksame und sichere Impfung zur Verfügung steht, sollte diese möglichst großflächig eingesetzt werden“, schreiben sie in der Wiener Klinischen Wochenschrift. Ein ungünstiges Health-Technology-Assessment, das in dieser Form einzigartig im europäischen Vergleich sei, habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Impfung in Österreich noch immer nicht von der öffentlichen Hand finanziert und auch in absehbarer Zeit nicht bezahlt werde, und das, obwohl die HPV-Impfung nach der Hepatitis-B–Impfung die zweite Impfung sei, die eine Entstehung von Krebserkrankungen verhindern könne.

Quelle: Kunze, U.; Böhm, G.: Wiener Klinische Wochenschrift 2010; 122: 655–9; doi:10.1007/s00508-010-1496-9

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