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Diabetologie 18. Jänner 2011

Neue Diagnosemethode für Neuropathie

Mithilfe digitaler Bildverarbeitung von konfokalmikroskopischen Bildern werden erste Anzeichen einer Neuropathie erkennbar. Damit ließe sich zukünftig die aktuelle Situation des Patienten ohne operativen Eingriff zuverlässig ermitteln.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Rudolf Guthoff von der Universitätsaugenklinik Rostock fand heraus, dass sich der Verlauf der diabetischen Neuropathie im Nervengeflecht der Augenhornhaut widerspiegelt. „Anhand von Veränderungen der Nervenfasernlänge und -dichte, der Anzahl der Nervenverzweigungen und dem Grad der Nervenwindungen in der Hornhaut können wir strukturelle Veränderungen des peripheren Nervensystems – also außerhalb von Gehirn und Knochenmark – erkennen“, erläutert Guthoff. Derzeit wird nun an einer nichtoperativen diagnostischen Methode gearbeitet, die kleinste Veränderungen des peripheren Nervensystems über die Hornhaut des Auges wahrnimmt: Mittels digitaler Bildverarbeitung sind dann qualitative und quantitative Veränderungen neuropathiebedingter Verformungen der Hornhaut erkennbar.

Zhivov, A. et al.: British Journal of Ophthalmology 2010; 94(9): 1133–5; doi:10.1136/bjo.2009.175489

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