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Ungeplante Hausgeburten

In einer slowenischen Studie wurden Ergebnisse und Risikofaktoren nicht geplanter Geburten zu Hause und vor Ankunft im Spital analysiert.

Insgesamt wurden 17.846 Geburten aus den Jahren 1997 bis 2005 in der Region um Marburg untersucht. Geburten, die ungeplant zu Hause oder am Weg ins Spital stattfanden, hatten eine höhere Rate der perinatalen Morbidität im Vergleich zu Geburten im Spital. Die Prävalenz ungeplanter Geburten zu Hause wird unter anderem erhöht durch Mehrfachgeburt, fehlende Schwangerschaftsbetreuung und niedrigen Bildungsgrad. 58 (3,2 %) Geburten fanden ungeplant zu Hause oder auf dem Weg ins Spital statt. Die Geburten im Spital waren etwa siebenmal sicherer als die ungeplanten Geburten zu Hause. Die perinatale Mortalität betrug bei den ungeplanten Geburten zu Hause 68% im Vergleich zu 8,8% bei den Geburten im Spital. Die Frühgeburtenrate war bei den ungeplanten Hausgeburten mit 13 (22 %) im Vergleich zu 1.399 (8 %) bei den Geburten im Spital höher. Ungeplante Geburten zu Hause oder auf dem Weg ins Spital traten bei Multipara viermal häufiger auf. Während die Geburten im Spital alle nach überwachter Schwangerschaft erfolgten, erfolgte ein Drittel der ungeplanten Geburten außerhalb des Spitals ohne Betreuung während der Schwangerschaft. 55,2 Prozent der Mütter, die ungeplant zu Hause oder unterwegs gebaren, hatten keine höhere Bildung. Bei den Müttern, die im Spital niederkamen, lag der Anteil mit höherer Bildung bei 87,4 Prozent.

Quelle: Lazić, Z.; Takač, I.: Wiener Klinische Wochenschrift 2010; doi:10.1007/s00508-010-1505-z

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