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Kinder- und Jugendheilkunde 27. Oktober 2010

Risiken der Strahlentherapie geringer als befürchtet

Spätfolgen der Strahlentherapie bei Kindern waren bisher kaum erforscht. Erste Auswertungen eines 2004 eingerichteten Patientenregisters zeigen nun, dass die Risiken geringer sind als befürchtet.

Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) hat vor sechs Jahren gemeinsam mit der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie das „Register zur Erfassung von Spätfolgen nach Strahlentherapie maligner Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter” (RiSK) eingerichtet. Dort wurden mittlerweile 1.300 Patienten aus 62 Zentren dokumentiert. In einer aktuellen Studie wurden Auswirkungen der Strahlentherapie auf die Nieren untersucht: Auch zwei bis drei Jahre nach Ende der Therapie ist es bei den meisten Patienten nicht zu Funktionsstörungen gekommen. Die wenigen Patienten, bei denen die Nieren in Mitleidenschaft gezogen wurden, hatten eine höhere Strahlendosis erhalten.

Quelle: Bölling, T. et al.: International Journal of Radiation Oncology, Biology, Physics 2010; doi:10.1016/j.ijrobp.2010.03.021

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