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Die Patienten lernten, mit der Migräne besser umzugehen.
 
Neurologie 8. September 2010

Freier Kopf für die Behandlung

Psychologisch unterstützende Behandlung von Migräne stärkt das Selbstvertrauen von Patienten beim Umgang mit ihren Symptomen.

Eine Studie der Ohio University in den USA zeigt, dass psychologische Behandlungen bei Patienten mit schwerer Migräne auf den Vorteilen der medikamentösen Therapie aufbauen. Ihre vergleichende Analyse der Auswirkungen verschiedener Behandlungskombinationen für schwere Migräne – medikamentöse Therapie mit oder ohne Verhaltenstherapie – zeigt, dass diejenigen Patienten, die neben einer medikamentösen auch eine verhaltenstherapeutische Behandlung erhalten, wesentlich mehr Selbstvertrauen darin haben, ihre Migräne wirksam in den Griff zu bekommen.

Erstaunlicherweise ist die Verbesserung des Selbstvertrauens bei jenen Patienten am größten, die vor Beginn der Behandlung das Gefühl hatten, nur geringe Kontrolle über ihren Zustand zu haben. Ausgewertet wurden Daten von 176 Teilnehmern der Studie „US Treatment of Severe Migraine“. Die Behandlungsprogramme schlossen für alle Teilnehmer die akute medikamentöse Behandlung mit Betablockern oder Placebos ein – jeweils mit und ohne Verhaltenstherapie zum Migräne-Management.

Das Verhaltenstherapieprogramm bestand aus Vorträgen über die Möglichkeiten, Migräne zu beeinflussen. Dadurch erhöhte sich das Vertrauen in die eigenständige Krankheitsbewältigung drastisch.

Quelle: Seng, E. K. et al.: Annals of Behavioral Medicine 2010; doi:10.1007/s12160-010-9223-3

Springer.com/PH, Ärzte Woche 36 /2010

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