zur Navigation zum Inhalt
© photos.com
Eine Studie gibt Entwarnung bei der Herpes-Therapie im ersten Trimenon.
 
Gynäkologie und Geburtshilfe 7. September 2010

Nicht mehr Fehlbildungen nach Herpes-Medikament

Eine Dänische Studie untersuchte, ob es bei Kindern, deren Mütter im ersten Schwangerschaftsdrittel Aciclovir, Valaciclovir und Famciclovir gegen Herpes simplex oder Herpes zoster erhalten hatten, vermehrt zu größeren Missbildungen gekommen war. Daten von 837.795 lebendgeborenen Babys in Dänemark wurden analysiert. 1.804 von ihnen waren im Mutterleib einem der genannten antiviralen Mitteln ausgesetzt gewesen. Bei 2,2 Prozent von ihnen wurde ein größerer Geburtsschaden diagnostiziert. Bei den Kindern, deren Mütter keines der fraglichen Mittel verwendetet hatten, waren es 2,4 Prozent. „Aciclovir ist das am ausführlichsten dokumentierte Virostatikum und sollte deshalb in der Frühschwangerschaft das Medikament der Wahl sein, währende die Daten für Valaciclovir und Famciclovir noch immer nicht ausreichen”, schließen die Autoren.

Quelle: Pasternak, B., Hviid, A.: JAMA 2010; 304(8): 859–866; doi:10.1001/jama.2010.1206

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben