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Infektiologie 25. August 2010

HPV erhöht Risiko für HIV-Infektion

Eine Studie bringt die Papilloma-Viren mit einem erhöhten Risiko für eine HIV-Infektion in Zusammenhang.

An 2.168 kenianischen Männern im Alter von 18–24 Jahren untersuchten Forscher der University of Illinois, Chicago, ob eine Infektion mit HPV eine Auswirkung auf das HIV-Risiko hat. Bei der Hälfte der Teilnehmer wurden zu Studienbeginn HPV-Viren in der Penisregion nachgewiesen; HIV-positiv war zu diesem Zeitpunkt keiner der Männer. Nach 42 Monaten wurde untersucht, wie viele Männer inzwischen mit HIV infiziert worden waren: In der HPV-positiven Gruppe waren es 5,8 Prozent, in der HPV-negativen Gruppe aber nur 3,7 Prozent. Für die HIV-Infektion bei Männern mit positivem HPV-Befund im Vergleich zu denjenigen ohne HPV-Infektion wurde eine Hazard Ratio von 1,8 berechnet (95 % CI, 1,1-2,9). Die Forscher vermuten, dass die Infektion mit HPV zu Läsionen am Penis führen und die Immunantwort beeinträchtigen kann, was eine HIV-Infektion begünstigen könnte.

Quelle: Smith, J. S. et al.: Journal of Infectious Diseases 2010; 201 (11): 1677-85; doi: 10.1086/652408

springermedizin.de/PH, Ärzte Woche 36 /2010

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