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Deutsche Schüler müssen in weniger Zeit jetzt mehr leisten als früher.
 

Schulschluss: Dichter Lehrplan macht nicht krank

Eine Studie untersuchte Kopfschmerz und körperliche Beschwerden von Jugendlichen in Münchner Gymnasien. Wer mehr Schulstoff in kürzerer Zeit bewältigen musste, hatte nicht mehr Beschwerden. Allerdings sind alle Schüler in einem bedenklichen Zustand.

Die Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre hat in Deutschland für eine heftige gesellschaftspolitische Debatte über potenzielle gesundheitliche Belastungen der Schüler gesorgt. Daher wurden nun 1.200 Schülerinnen und Schüler an Münchner Gymnasien über ihren Gesundheitszustand und ihre Lebensumstände befragt, wie Studienautor Prof. Dr. Andreas Straube von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft berichtet. Ergebnis: Statistisch gesehen, gebe es laut dieser Studie keine nachweisbaren Unterschiede zwischen den Jahrgängen bei der Häufigkeit von Kopfschmerzen oder anderen körperlichen Beschwerden. Die Verkürzung der Gymnasialzeit habe somit zu keiner kurzfristigen Zunahme der Schmerzen und Beschwerden geführt. Der Gesundheitszustand ist aber bei allen Jahrgängen stark beeinträchtigt. Als häufigste gesundheitliche Beschwerden wurden von Schülern aller Jahrgangsstufen ohne Unterschied Kopfschmerzen (83,1 %), Kreuz- oder Rückenschmerzen (47,7 %), übermäßiges Schlafbedürfnis (45,6 %) sowie Nacken- und Schulterschmerzen (45 %) genannt.

Quelle: Milde-Busch, A. et al.: Klinische Pädiatrie doi:10.1055/s-0030-1252012

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