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Foto: Archiv / wkw
Mit dem „High Density Mesh Ablator Catheder“ kann eine Pulmonalvenenisolation mit hoher Erfolgsrate durchgeführt werden.
 
Kardiologie 25. Mai 2010

Neue Kathetertechnologie zur Ablation

Mithilfe eines neuen Ablationskatheters kann die Isolation der Pulmonalvenen vom linken Vorhof vereinfacht und damit auch verkürzt werden.

Die elektrische Isolation der Pulmonalvenen vom linken Vorhof mittels Katheterablation hat sich zur etablierten Therapie bei Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern entwickelt. Dabei handelte es sich bislang um eine zeitraubende und aufwendige Maßnahme. In einer Studie aus Linz wurde die Ablation mit dem „High Density Mesh Ablator Catheder“ bei 38 Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern mit den Ergebnissen einer Vergleichsgruppe von 26 Patienten, die mit herkömmlichen Kathetern behandelt wurden, verglichen. Mit dem neuen Katheter wurde eine erfolgreiche Isolation von 142/148 (96 %) der Pulmonalvenen erzielt (Kontrollgruppe: 100/105 [95 %] der Pulmonalvenen). Die klinischen Ergebnisse nach sechs Monaten wiesen keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen auf. Mit dem neuen Ablationskatheter kann eine Pulmonalvenenisolation mit hoher Erfolgsrate und bei reduzierter Komplexität der Prozedur durchgeführt werden. Ob sich diese vereinfachte Ablationstechnik durchsetzen wird, hängt von den klinischen Ergebnissen in der Langzeit-Nachsorge ab.

Quelle: Steinwender, C. et al.: Wiener klinische Wochenschrift 2010; 5–6: 146–51; doi: 10.1007/s00508-010-1322-4

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