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Foto: Uniklinik Magdeburg
Die Sonografien wurden an der Berliner Universitätsklinik für Neurologie durchgeführt.
 

Veränderungen im Gehirn bei ADHS

Ein neues Ultraschallverfahren entdeckt Abweichungen im Mittelhirn bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS.

Nach heutigem Kenntnisstand liegt ADHS in einer teils fehlerhaften Übermittlung zwischen Hirnabschnitten und der fehlerhaften Verarbeitung von Informationen begründet. Eine zentrale Rolle kommt hier dem Botenstoff Dopamin zu, der vor allem im Mittelhirn gebildet wird. Neurowissenschaftler aus Magdeburg und Winnenden konnten nun mit Hilfe der transkraniellen Sonographie spezifische Veränderungen im Mittelhirn bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS nachweisen. Bei der transkraniellen Sonographie kann das Mittelhirn mit einer kleinen an der Kopfseite platzierten Schallsonde schmerzlos und ohne Strahlenbelastung untersucht werden. Bei ADHS-Patienten korrelierte die Symptomschwere mit dem Echosignal eines dopaminergen Kerngebietes, der Substantia nigra. Diese Hirnveränderungen weisen auf eine vermehrte Vulnerabilität des nigrostriatalen dopaminergen Systems bei ADHS-Patienten hin, die zur verminderten Aufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität beitragen kann.

Quelle: Krauel, K. et al.: Biological Psychiatry 2010; doi: 10.1016/j.biopsych.2010.01.013

Uniklinik Magdeburg/PH, Ärzte Woche 18 /2010

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