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Pulmologie 5. Mai 2010

Kinder in Atemnot

Eine Umfrage unter Schülern in Chicago ergab eine signifikante Assoziation zwischen Wohnorten mit hoher Kriminalitätsrate und Asthma.

Faktoren wie der Zugang zu medizinischer Betreuung, Innenraumallergene und Ähnliches spielen zwar eine Rolle im Zusammenhang mit Asthmaerkrankungen, aber „Kriminalität als ein möglicher sozio-ökonomischer Beitrag zur Variabilität in der Häufigkeit von urbanem Asthma bei Kindern wurde bislang wenig Beachtung geschenkt“, lautet das Fazit des Teams um Dr. Ruchi S. Gupta vom Children‘s Memorial Hospital in Chicago. 45.371 Schulkinder aus 247 Vierteln in Chicago nahmen an einer Umfrage teil, die ergab, dass die Kriminalitätsrate dort, wo besonders viele von ihnen unter Asthma litten, signifikant höher lag als in Gegenden, wo kindliches Asthma weniger oft auftrat. Die Kinder aus dem höchsten Asthma-Quartil (22 %) wohnten in Gebieten, in denen Drogenmissbrauch und Gewaltverbrechen sechs- bzw. dreimal häufiger vorkamen als in Gegenden, in denen Kinder aus dem niedrigsten Quartil (9 %) wohnten. „Ein tieferes Verständnis der Mechanismen, die dieser Verbindung zugrunde liegen, könnte zu Erkenntnissen für potenzielle Interventionsmaßnahmen gegen Asthma in städtischen Gebieten führen“, folgern die Autoren.

Quelle: Gupta, R. S.et al.: Annals of Allergy, Asthma and Immunology 2010; 104(4): 299–306

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