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Allgemeinmedizin 27. April 2010

Vorsicht vor verstecktem Zucker

In industriell vorgefertigter Nahrung wird zunehmend mehr Zucker zugesetzt, was das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen erhöht.

Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen dem Konsum von Zuckerzusätzen und Gesundheitswerten, die für Herz- und Kreislauferkrankungen aussagekräftig sind, vor allem die Blutfettwerte. Die Werte in der Gruppe, die viel Gesüßtes aß, waren deutlich ungünstiger als bei den „Zuckersparern“. Der Unterschied im HDL-Cholesterin zwischen der Gruppe mit den wenigsten und den meisten Zuckerzusätzen betrug bis zu 300 Prozent. Das Augenmerk bei der Untersuchung lag auf den Zuckerzusätzen von industriell gefertigten Nahrungsmitteln. Je nachdem, wie viel dieser Zusätze die Studienteilnehmer in ihrer Nahrung konsumierten, wurden sie fünf Gruppen zugeordnet. Die Spitzenverbrauchs-Gruppe nahm täglich 46 Teelöffel davon zu sich, die zuckersparendste nur drei. Der mittlere Tageskonsum lag bei 90 Gramm (359 kcal). 1977 betrug dieser Anteil ein Zehntel davon.

Quelle: Welsh, J. A. et al.: Journal of the American Medical Association 2010; 303(15): 1490-7

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