zur Navigation zum Inhalt
 
Kardiologie 21. April 2010

Licht am Ende des Tunnels durch Kohlendioxid

Nahtoderfahrungen während eines Herzstillstands – von hellen Lichtern bis hin zum Abspulen des Lebens vor dem inneren Auge – könnten auf Kohlendioxid zurückzuführen sein. Zu diesem Ergebnis sind Forscher der Universität Maribor gekommen.

Das Team um Zalika Klemenc-Ketis untersuchte 52 Patienten, die von derartigen Erfahrungen berichtet hatten. Nach Nahtod-Erlebnissen wird immer wieder von Tunneln, einem hellen Licht, einem mystischen Wesen oder einem Beobachten der Szene von einer Position außerhalb des Körpers berichtet, manchmal auch von einem überwältigenden Gefühl des Friedens und der Ruhe. Einer von zehn Menschen und fast ein Viertel der Herz-Patienten soll bei einem Herzstillstand derartige Erfahrungen machen. Bei der aktuellen Untersuchung schien es kein Muster hinsichtlich Geschlecht, Glauben, Todesangst, Zeitraum für die Erholung oder bei den verabreichten Medikamenten zu geben. Ein Sauerstoffmangel, bei dem Hirnzellen absterben – eine der prinzipiellen Erklärungen für Nahtoderfahrungen – erwies sich bei dieser (allerdings kleinen) Gruppe statistisch nicht als signifikant. Es zeigte sich jedoch, dass die Kohlendioxid-Werte bei denjenigen Patienten mit Nahtoderfahrungen deutlich höher waren.

Quelle: Klemenc-Ketis, Z. et al.: Critical Care 2010, 14: R56; doi: 10.1186/cc8952

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben