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Kardiologie 23. März 2010

Seltene Aortendilatation bei Zuckerkrankheit

Der Durchmesser der Aortenwurzel ist bei Diabetikern kleiner als bei Nichtdiabetikern.

Die Dilatation der Aortenwurzel ist ein wichtiger Mechanismus für die Entwicklung von Aortenklappen- und Herzinsuffizienz. Es gab bereits Hinweise, dass bei Diabetikern die Durchmesser von Aorta und arteriellen Gefäßen kleiner und die Häufigkeit von Aneurysmen der abdominellen Aorta seltener sind als bei Nichtdiabetikern.

In die Studie wurden 109 Typ-2-Diabetiker im Alter zwischen 43 und 81 Jahren und einer mittleren Diabetesdauer von 7,2 Jahren aufgenommen. Ihnen wurden jeweils zwei Kontrollpersonen gleichen Alters und Geschlechts zugeordnet. Mittels Echokardiografie wurden dann verschiedene Abschnitte der Aorta ascendens ausgemessen. Nur bei 2,75 Prozent der Diabetiker, aber bei 9,63 Prozent der Nichtdiabetiker war die Aortenwurzel erweitert (≥ 38 mm). Dementsprechend war eine Aorteninsuffizienz bei Diabetikern (11 %) seltener als bei Nichtdiabetikern (18,8 %, nicht signifikant). Die Weite aller vier Abschnitte im Anfangsteil der Aorta war bei Diabetikern signifikant kleiner als bei Nichtdiabetikern. Im Übrigen war auch der Durchmesser der infrarenalen Aorta bei Diabetikern (12,5 mm) geringer als bei Nichtdiabetikern (13,8 mm). Diese Unterschiede blieben auch erhalten, wenn Einflussfaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen berücksichtigt wurden.

 

Quelle: Chen, X. F. et al.: Cardiology 2009; 112(2): 138–43

Info Diabetologie/PH, Ärzte Woche 12 /2010

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