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Dermatologie 23. Februar 2010

Neurodermitis und psychische Auffälligkeiten

Neurodermitis in der frühen Kindheit kann die psychische Verfassung im späteren Leben beeinflussen. Das zeigt eine umfassende Geburtenkohortenstudie mit 5.991 Kindern, die zwischen 1995 und 1998 geboren sind.

Kinder, die während der ersten beiden Lebensjahre an einer Neurodermitis litten, zeigen im Alter von zehn Jahren häufiger psychische Auffälligkeiten als Gleichaltrige. Sie haben vor allem emotionale Probleme. „Dies deutet darauf hin, dass Neurodermitis einer unausgeglichenen psychischen Konstitution von Kindern vorausgehen und sie fördern kann“, erklärt Studienautor Dr. Joachim Heinrich vom Institut für Epidemiologie des Helmholtz Zentrums München. Kinder, deren Neurodermitis über das Säuglingsalter hinaus bestand, seien zudem von psychischen Auffälligkeiten noch häufiger betroffen als Kinder, die nur im Säuglingsalter betroffen waren.

Quelle: Schmitt, J. et al.: Journal of Allergy and Clinical Immunology 2010; 125: 404–10

Helmholtz Zentrum/PH, Ärzte Woche 08 /2010

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