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Foto: PhotoDisc
Immunologen brechen eine Lanze für neue Antihistaminika.
 
Allgemeinmedizin 16. Februar 2010

Generationenwechsel bei Allergiemitteln

Experten des Global Allergy and Asthma European Network (GA²LEN) und der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI) warnen in einer Stellungnahme vor der Gefährdung durch ältere Medikamente.

Die rezeptfreien H1-Antihistaminika der ersten Generation machen Patienten nicht nur benommen, sondern sie vermindern auch den REM-Schlaf und beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit. Außerdem waren sie bisher an etlichen Verkehrsunfällen zu Luft, zu Wasser und zu Lande beteiligt. Bei Kleinkindern kam es teilweise zu fatalen Überdosierungen. Auch ein Zusammenhang mit Suiziden wurde festgestellt. Antihistaminika der neueren Generation hingegen seien wirksam, und das bei geringen Nebenwirkungen, so die Stellungnahme. Es wird daher hinterfragt, ob die alten Mittel weiterhin rezeptfrei erhältlich sein sollen.

Quelle: Church, M. K. et al.: Allergy 2010; doi: 10.1111/j.1398-9995.2009.02325.x

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