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Allgemeinmedizin 3. Februar 2010

Fünf Gramm Salz sind genug

Bei einem Verzehr von täglich zehn Gramm Salz erhöht sich das Schlaganfallrisiko langfristig um fast ein Viertel. Davor warnt die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer aktuellen Meta-Analyse.

„Wer beim Mittagessen regelmäßig nachsalzt oder häufig auf Fertigprodukte oder Fastfood zurückgreift, kommt schnell auf die doppelte Menge”, erläutert Prof. Dr. Martin Grond, Vorstandsmitglied der DSG und Chefarzt am Kreisklinikum Siegen. „Langfristig steigt das Schlaganfallrisiko dadurch um 23 Prozent. Hinzu kommt noch ein um17 Prozent erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder andere Herzkreislauferkrankungen zu erleiden.”
Für Grond belegt eine Meta-Analyse aus 13 Studien mit mehr als 170.000 Teilnehmern eindeutig, dass eine salzarme und ausgewogene Ernährung einem Schlaganfall vorbeugen kann. Denn zu salziges Essen führt zu Bluthochdruck und damit zu Schlaganfällen. „Die neue Studie beweist erstmals, wie schädlich ein zu hoher Salzkonsum tatsächlich ist. Durch eine Reduktion des Salzkonsums könnte man weltweit jedes Jahr 1,25 Millionen Menschen vor einem tödlichen Schlaganfall und drei Millionen Menschen vor einem Herz-Kreislauf-Tod bewahren.“ Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft fordert deshalb, dass der Salzgehalt der Nahrung besser gekennzeichnet wird.

Quelle: Strazzullo, P. et al.: British Medical Journal 2009; 339: b4567;
doi: 10.1136/bmj.b4567

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