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Pulmologie 27. Jänner 2010

Feuerschlucker atmen gefährlich

Fette verursachen in den Atemwegen nur einen geringen Hustenreiz. Sie können deshalb ungehindert bis in die Lungenbläschen fließen und dort zu einer Lipidpneumonie führen.

Fette verursachen in den Atemwegen nur einen geringen Hustenreiz. Sie können deshalb ungehindert bis in die Lungenbläschen fließen und dort zu einer zu einer Lipidpneumonie führen.
Auch fetthaltige Mundsprays, Mundsalben und Nasentropfen können die Lunge schädigen. Manchmal ist sogar ein hoher Cholesterinwert im Blut Auslöser der Störung. Nicht selten stammen die Fette aus dem Magen, wo sie zuoberst in der Magenflüssigkeit schwimmen. Bei einem sauren Aufstoßen gelangen sie dann oft unbemerkt in die Luftwege.
Am spektakulärsten ist aber wohl die Feuerschlucker-Lunge, wenn Petroleumdämpfe versehentlich in großer Menge eingeatmet werden.
Eine sichere Methode, die Fette und Öle aus der Lunge zu entfernen, gibt es laut PD Dr. Martin Schwaiblmair, Klinikum Augsburg, nicht. Bei vielen Patienten bessert sich der Zustand aber mit der Zeit. So auch bei einem Amateur-Feuerschlucker: Nachdem die Ärzte ihm dringend geraten hatten, nicht weiter aufzutreten, erholten sich die Lungen. Nach zwei Jahren hatten sich die Schäden komplett zurückgebildet.

Quelle: Schwaiblmair, M.et al.: DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2010; 135 (1/2): 27–31

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