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Foto: wikipedia
Da sich aufgrund der Mutationen der Influenzaviren die Stämme jedes Jahr voneinander unterscheiden, muss der Impfstoff jährlich angepasst werden.
 
Impfen 1. Dezember 2010

Eine jährlich wiederkehrende Herausforderung

Die ständige Mutation der Influenzaviren erfordert jedes Jahr eine Neuanpassung des Impfstoffes.

Influenzainfektionen verursachen jedes Jahr in unterschiedlicher Ausprägung schwere Erkrankungen mit langen Rekonvaleszenzphasen. Bei Risikopatienten können sie auch letal verlaufen. Prävention ist daher sinnvoll.

 

Die saisonale Influenza wird durch jedes Jahr neu zu definierende Influenzaviren hervorgerufen. Diese werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Basis vorliegender Daten aus der südlichen Hemisphäre genau evaluiert und festgelegt und von der Industrie in den jährlich neu produzierten Impfstoff eingebaut. Für diese Influenzasaison gehen das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und die WHO davon aus, dass das Influenza A (H1N1v) 2009-Virus („Schweinegrippevirus“) auch 2010/2011 in Österreich zirkulieren und gemeinsam mit den Virustypen A(H3N2) und B die Influenzaerkrankungen hervorrufen wird.

Charakteristische Symptome

Die für eine Influenza charakteristischen Symptome sind durch einen plötzlichen Krankheitsbeginn mit Schüttelfrost und hohem Fieber sowie einem massiven Krankheitsgefühl und trockenen Husten, gefolgt von einer langen Rekonvaleszenzphase, gekennzeichnet. Gehäuft treten aber auch starke Tracheitiden und Bronchitiden mit massivem Krankheitsgefühl bei nicht sehr hohem Fieber auf. Zusätzlich wird bei Kindern mit Influenza B-Virusinfektion ein gehäuftes Vorkommen von Myositiden und/oder Rhabdomyolysen vor allem der Wadenmuskulatur beobachtet.

Österreichs Experten weisen daher auf die Notwendigkeit der Influenzaimpfung hin und empfehlen, dass jeder, der sich und andere schützen will, sich impfen lassen soll und alle über 50-Jährigen unbedingt geimpft werden sollten.

Seit 1999 stehen auch Neuraminidasehemmer zur Behandlung der Influenza zur Verfügung. Diese muss jedoch frühzeitig nach Beginn der Symptome erfolgen, um die Virusvermehrung und das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

 

Von Dr. Friederike Hörandl, Ärzte Woche 48 /2010

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