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Influenza 13. November 2009

A(H1N1) - Aufklärung beim Hausarzt

Österreich im Anlaufen der Krankheitswelle durch A(H1N1): "Wir stehen am Beginn 'unserer' Pandemie", so fasste der Wiener Infektiologe Christoph Wenisch (Kaiser Franz Josef-Spital) die aktuelle Situation zusammen. In ganz Österreich gibt es bei niedergelassenen Ärzten zahlreiche Anfragen von Personen wegen der Impfung. Eine Umfrage am Donnerstag vor allem bei Allgemeinmediziner ergab aber, dass die Menschen zum Teil wegen der Schweinegrippe beunruhigt sein dürften.

Intensivpatienten

Die Kranken: Zwei Intensivpatienten in Salzburg ging es besser. Ein 77-Jähriger mit schweren Begleiterkrankungen befand sich an den Salzburger Landeskliniken aber weiterhin im künstlichen Tiefschlaf bei Beatmung. Eine Besserung war auch bei einem 39-jährigen Patienten aus Südtirol an der Universitätsklinik Innsbruck eingetreten. Man überlegte, ihn "aufzuwecken". In Wien mussten weiterhin zwei Patientinnen in Intensivstationen betreut werden. Bei einer jungen Mutter im Hanuschkrankenhaus zeichnete sich ebenfalls eine Besserung ab.

Aufklärung beim Hausarzt

In ganz Österreich waren die niedergelassenen Ärzte neben der Behandlung von Patienten auch mit Auskünften beschäftigt. Unterschiedlich war der Andrang bei Allgemeinmedizinern bzw. Hausärzten in der Steiermark in Bezug auf Informationsbedarf hinsichtlich H1N1-Virus. Die Mehrzahl der Anfragen erfolgt telefonisch, ein "Ansturm" dürfte es nicht sein, so Mediziner. In der Steiermark wurde die Impfaktion so ausgedehnt, dass nun auch Kinder ab sechs Monaten bei Vertrags-Kinderärzten immunisiert werden.

"Die Leute sind schon etwas beunruhigt. Ich habe viele Anfragen, aber wenige Fälle", erklärte der Wiener Allgemeinmediziner Norbert Jachimowicz. "Die Nachfrage nach Informationen zum Thema Schweinegrippe ist groß", hieß es beispielsweise aus der Praxis des St. Pöltener Allgemeinmediziners Ingo Hanke. Panik herrsche keine. Ähnliches berichtete der Trausdorfer Allgemeinmediziner und burgenländische Ärztekammer-Vizepräsident Milan Kornfeind.

Im Burgenland hatte es bis Donnerstag rund 3.000 Impfungen gegeben. "Es gibt keinen Ansturm, keine Panik, lediglich Anfragen, wie sich die Menschen verhalten sollen (...)", sagte der Klagenfurter Arzt Erfried Pichler. Laufend Auskünfte zur Impfung erteilte auch Allgemeinmediziner Axel Stöckl, Impfarzt im Sprengel Hard im Bezirk Bregenz.

Verbreitung in Gemeinschaftseinrichtungen

Allerdings, in Gemeinschaftseinrichtungen wurde in manchen Bundesländern eine weitere Verbreitung der Influenza registriert. In Vorarlberg, wo sich bisher rund 2.000 Personen gegen A(H1N1) immunisieren ließen, wurden zwei weitere Schulklassen vorläufig gesperrt (Hauptschule Dornbirn-Baumgarten und Volksschule Lustenau-Kirchdorf). Geschlossen war weiterhin die gesamte Hauptschule Lustenau-Kirchdorf sowie drei weiterer Klassen in Lustenauer Schulen.

In Tirol gab es weitere Schließungen von Schulklassen und Kindergärten. Betroffen waren fünf Kindergärten in den Bezirken Innsbruck und Schwaz sowie 15 Schulen in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Schwaz, Lienz, Kufstein, Imst und Reutte.

Personen, die sich gegen die A(H1N1)-Influenza immunisieren lassen wollen, sollen in Wien künftig besser informiert werden, in welchen der 21 Impfstellen aktuell mit möglichst kurzen Wartezeiten zu rechnen ist. Die Infos sind über die Internetseite http://grippeimpfung.wien.at abrufbar, teilte das Gesundheitsamt (MA 15) am Donnerstag in einer Aussendung mit. Man wolle die Abläufe optimieren und die 'Wartezeiten minimieren.

Wen's erwischt, der sollte sich - so der Wiener Infektiologe Wenisch - mit Unterstützung seines Hausarztes am besten so verhalten: "Bettruhe, 'soziale Distanz', kein Fiebermittel, Oseltamivir (oder ev. Zanamivir, Anm.) möglichst früh und Antibiotika bei Bronchitis oder Pneumonie."

apa.at

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