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Auch Jüngere sollten sich für ihren Blutdruck interessieren.
 
Kardiologie 10. Jänner 2012

Österreicher unterschätzen ihr Hypertonie-Risiko

ÖsterreicherInnen wissen zwar gut über Bluthochdruck und die damit verbundenen Gefahren Bescheid. Das persönliche Risiko wird jedoch vernachlässigt.

Acht Prozent der Befragten (n=1.005) gaben an, ihren Blutdruck noch nie überprüft zu haben. Nur jeder Dritte berichtete, im vergangenen Quartal eine Blutdruckmessung durchgeführt zu haben. „Alarmierend ist vor allem, dass 61 Prozent glauben, Bluthochdruck sofort oder nach einiger Zeit selbst bemerken zu können“, sagt Prof. Dr. Sabine Steiner von der Abteilung für Angiologie, Universitätsklinik für Innere Medizin II, MedUni Wien. Wie die Studie zeigt, interessieren sich vor allem jüngere Menschen selten für die eigenen Blutdruckwerte. Dabei sind die Risikofaktoren für Bluthochdruck in der Bevölkerung sehr gut bekannt. Dagegen wusste nur jeder Dritte, dass es auch einen Zusammenhang zwischen Hypertonie und Nierenerkrankungen sowie Demenz gibt. Wenig bekannt war auch der Zusammenhang zwischen Salzkonsum und Hypertonierisiko. Die Autoren plädieren für mehr Eigenverantwortung. Die Blutdruckmessung sei auch schon im Jugendalter ratsam, da eine entsprechende genetische Komponente vorliegen könne. Zudem nehme der Risikofaktor Adipositas bei Jugendlichen zu.

Steiner, S. et al.: American Journal of Hypertension 2011; 24 (4): 408–14; doi:10.1038/ajh.2010.257

MedUni Wien/PH, Ärzte Woche 1/2 /2012

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