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Kardiologie 1. März 2011

Geschlechterunterschiede in Myokardhypertrophie und Herzinsuffizienz

Kardiovaskuläre Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Männern und Frauen. Männer entwickeln kardiovaskuläre Erkrankungen häufiger in einem jüngeren, Frauen in einem späten Alter. Herzinsuffizienz (HF) führt zu einer signifikanten Verschlechterung der Lebenserwartung und ist für beide Geschlechter ungünstig.

Risikofaktoren und myokardiale Anpassungsreaktionen bei HF unterscheiden sich bei Männern und Frauen. Frauen entwickeln mehr physiologische Hypertrophie, während Männer eher exzentrische Hypertrophie und Dilatation entwickeln. Das mag mit Sexualhormonen, Östrogenen und Androgenen zusammen hängen.

Eine klinische Studie zu Geschlechterunterschieden bei menschlicher Aortenstenose unterstützt unsere Hypothese. Die Behandlung der Herzinsuffizienz unterscheidet sich bei beiden Geschlechtern, Frauen werden weniger intensiv behandelt. Allerdings haben sie dennoch meistens einen günstigeren Verlauf. Genderspezifische Medizin wird direkt zu einer Verbesserung des Managements bei Frauen und Männern beitragen.

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