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Pulmologie 1. Jänner 2008

Erste Warnungen vor den Gefahren des Tabakkonsums. Medizinisch-wissenschaftliche Kenntnisse und Vors

Hinweise auf historische Aspekte der Tabakforschung und daraus resultierende Empfehlungen zur Prävention tabakassoziierter Erkrankungen lassen sich nur ansatzweise in neueren Arbeiten finden. Der vorliegende Beitrag bereitet die historische Literatur unter besonderer Berücksichtigung ausgewählter Zeitschriften aus der Zeit zwischen 1850 und 1950 zu diesem Themenkomplex systematisch auf. Die Analyse liefert einen chronologischen Abriss über die Erkenntnisse zu Tabakinhaltsstoffen und deren Wirkung, über tabakattributable Schädigungen sowie über meist nicht institutionalisierte Empfehlungen zu ihrer Vermeidung. Das frühe Wissen um die toxischen Eigenschaften des Tabaks sowie seiner Produkte, um die Verursachung ophthalmologischer Krankheiten, um die Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-, das Atmungs-, das Nerven- sowie das Fortpflanzungssystem wird dargestellt. Des Weiteren wird über die Erkenntnisse hinsichtlich der Pathogenese tabakbedingter psychischer Veränderungen, von Sucht sowie Krebs berichtet. Einige Präventionsansätze gelten aus heutiger Sicht als überholt, andere wiederum erscheinen hochaktuell. Insgesamt zeigt sich eine epoche- und systemübergreifende Kontinuität in der Erforschung der Eigenschaften des Tabaks und tabakabhängiger Krankheiten.

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