zur Navigation zum Inhalt
Foto: wikipedia / Ärzte-Woche-Montage
„Immer wenn Wales ein Rugby-Grand-Slam gewinnt, stirbt ein Papst“, besagt eine Legende. Daher wird es den Rugbyball in dieser Façon, nämlich mit dem päpstlichen Logo von Benedikt XVI., wohl nie geben.
 
Geschichte 21. Jänner 2009

Rugby und päpstliche Lebenserwartung

Ein walisischer Rugbysieg schürt die Sorge um den Papst.

Falls die Mediziner des Vatikans an kausale Zusammenhänge hinter statistischen Korrelationen glauben, sollten sie gut auf ihr Oberhaupt aufpassen: Dank der guten Leistungen der Rugbymannschaft von Wales ist das Sterberisiko von Papst Benedikt XVI. erhöht.

„Immer wenn Wales ein Rugby-Grand-Slam gewinnt, stirbt ein Papst“, besagt eine Legende. Ihren Wahrheitsgehalt überprüfte Dr. Gareth Payne vom University Hospital Wales in Cardiff durch eine penible Archivrecherche und veröffentlichte die Ergebnisse im British Medical Journal. Demnach starben seit 1883 acht Päpste und fünf davon in Grand-Slam-Jahren, als eine Mannschaft alle Gegner schlug. In drei Fällen hieß der Grand-Slam-Gewinner Wales. Dazu kommen zwei weitere Jahre mit päpstlichen Todesfällen, in denen Wales immerhin die meisten Spiele gewann, ohne jedoch einen Grand-Slam zu schaffen. In jedem Fall hing das erhöhte Sterberisiko mit einem herausragenden Erfolg einer vorwiegend protestantischen Nation (Wales, England, Schottland) gegen ein katholisches Land zusammen (Frankreich, Irland, Italien).

Tödlicher Grand-Slam-Sieg?

Statistisch gesehen lässt sich die Legende vom tödlichen walisischen Grand-Slam-Sieg jedoch nicht bestätigen, ebenso wenig wie für jede andere Nation. Das beruhigt die Forscher angesichts der intensiven Annäherung der verschiedenen Kirchen sehr. Dafür aber schälte sich, wenn auch nur schwach signifikant, die Beobachtung heraus, dass eine sehr gute Leistung des walisischen Rugbyteams das Todesrisiko im selben Jahr für Päpste steigert. „Basierend auf den historischen Überlieferungen glaube ich daher nicht, dass sich der medizinische Stab des Vatikans beruhigt zurücklehnen kann“, fürchtet Payne.

Foto: wikipedia / Ärzte-Woche-Montage

„Immer wenn Wales ein Rugby-Grand-Slam gewinnt, stirbt ein Papst“, besagt eine Legende. Daher wird es den Rugbyball in dieser Façon, nämlich mit dem päpstlichen Logo von Benedikt XVI., wohl nie geben.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben