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Geschichte 1. August 2010

Die Wiener Schule der Wasser-Hygiene nach dem 2. Weltkrieg bis heute

Nach der wirtschaftlichen Stagnation der 1930er Jahre und dem 2. Weltkrieg war in der Wasserhygiene ein Neuanfang nötig. Neben langjährigen Grundlagenforschungen für Großprojekte wie III. Wiener Wasserleitung, Donau-Kraftwerk Hainburg und Marchfeldkanal wurden ganz neue Gebiete erschlossen. So vermeidet der Nachweis fäkaler Quellwasser-Verunreinigungen durch Bestimmung erhöhter Spektralabsorptionskoeffizienten den Zeitverlust durch bakteriologische Kulturen und ermöglicht die sofortige Satelliten-Übertragung an die Zentrale zur zeitgerechten Abschaltung verunreinigter Zuflüsse. Die Ursprungsbestimmung von E. coli-Stämmen (Mensch, Tier) im Wasser mittels Real-time-PCR zeigt Sanierungsnotwendigkeiten an. Jahrzehntelange Untersuchungen zur Wasserdesinfektion durch UV-Strahlen unter Berücksichtigung der Bildung karzinogener und gen-toxischer Stoffe führten zur Errichtung einer der weltweit nur vier Prüfstellen für die Funktionstüchtigkeit von UV-Wasser-Desinfektionsanlagen. Die Abteilung für Wasser-Hygiene hat außer fachspezifischen Tätigkeiten in der Volksgesundheit dienenden Gremien und Beiräten, in Codex- und ÖNORM-Kommissionen auch eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit in EU-, WHO-, ISO- und anderen internationalen Kommissionen. Sie hat im Jahre 2004 eine akkreditierte Prüf- und Inspektionsstelle für Wasser-Hygiene eingerichtet.

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