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Foto: wikipedia
Verkalkt waren Arterien auch bei den alten Ägyptern schon.
 
Kardiologie 24. November 2009

Ägyptische Mumien mit Arteriosklerose

Schon die alten Ägypter hatten es am Herz: Spezielle Röntgenaufnahmen von Mumien zeigen, dass verkalkte Blutgefäße bereits vor 3.500 Jahren ein weit verbreitetes Risiko für Infarkt und Schlaganfälle waren. Dies zeigten Forscher am AHA-Kongress 2009 der American Heart Association in Orlando, Florida. US-Forscher stellten diese überraschende Erkenntnis auf einem Kardiologenkongress der American Heart Association vor.

Das Team um Randall C. Thompson vom Mid America Heart Institute in Kansas City durchleuchtete 20 ägyptische Mumien aus der Zeit von 1981 vor Chr. bis 364 nach Chr. in einem Computertomographen (CT). 13 der 20 Mumien ließen noch Reste von Herzkranzgefäßen und -gewebe erkennen. Von diesen 13 hatten nur vier ein ganz gesundes Herz. Drei Mumien zeigten alle Anzeichen für Arteriosklerose und weitere drei ließen das Leiden vermuten.

Daraus lasse sich folgern, dass bei der Erforschung der Krankheit über die „modernen Risikofaktoren“ wie fetthaltiges Essen, mangelnde sportliche Betätigung und das Rauchen hinausgedacht werden müsse, sagte Thomas.

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