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Geschichte 1. November 2007

Dr. Rosa Maria Rössler (Wien 1901 – Istanbul 1954): Ihr Wirken in Istanbul und ihr Beitrag zur türki

Im Zuge der 1933 eingeleiteten türkischen Universitätsreform berief die türkische Regierung zahlreiche ausländische Wissenschaftler an die Universität Istanbul. Bei fast allen handelte es sich um Wissenschaftler, die aus Hitler-Deutschland emigrieren mussten. 1938 traten auch einige in die Emigration gezwungene österreichische Wissenschaftler ihren Dienst an der Universität Istanbul an. Eine von ihnen war Dr. Rosa Maria Rössler, geboren 1901 in Wien, die bereits 1934, noch vor den anderen Österreichern, in die Türkei gekommen war. 1937 erhielt sie eine Stelle am Institut für Pathologische Anatomie der medizinischen Fakultät der Universität Istanbul. Nachdem sie dort zehn Jahre unter der Leitung von Ord. Prof. Dr. Philipp Schwartz tätig gewesen war, wechselte sie an die II. Klinik für Innere Medizin, die von Ord. Prof. Dr. Erich Frank geleitet wurde. In beiden Bereichen beteiligte sie sich an der Ausbildung und übersetzte die von den jeweiligen Lehrstuhlinhabern auf Deutsch verfassten Lehrbücher ins Türkische. Die türkische Universitätsreform hatte sich als ein wichtiges Ziel auf die Fahnen geschrieben, den Studenten moderne Lehrbücher an die Hand zu geben. In der Türkei, wo Rössler zwanzig Jahre hindurch allein gelebt hatte, verstarb sie 1954 in noch jungem Alter. Der Artikel stellt dar, welche Spuren sie in der türkischen Medizin hinterließ.

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