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Geschichte 1. Juli 2009

Paskal Joseph Ritter von Ferro, der Reformator des österreichischen Gesundheitswesens

Paskal Joseph Ferro, geboren am 5. Juni 1753 in Bonn, studierte während seiner Militärzeit als zunftmäßig ausgebildeter Wundarzt Medizin in Straßburg und Wien, wo er 1777 promoviert wurde. Hier war er anfangs als praktischer Arzt und in einem Krankenhaus tätig. 1785 wurde er Adjunkt des Stadtphysikus, 1793 Direktor der Bezirkskankenhäuser, 1793 Sanitätsreferent der Niederösterreichischen Landesregierung und schließlich 1795 dort der erste österreichische Landesprotomedikus. Ferros wichtigste Verdienste waren die Gründung der ersten Kaltbadeanstalt in Österreich, die Einführung von Rettungsanstalten für Verunglückte, die Errichtung von Totenkammern in den Gemeinden, die Ordnung der verstreuten Sanitätsvorschriften und Publikationen zu deren allgemeiner Kenntnis und insbesondere 1799 die Einführung der Pockenschutzimpfung in Österreich bereits im Jahr nach ihrer Bekanntmachung durch Jenner als Erster außerhalb Englands. Nach der Schlacht bei Wagram in den Napoleonischen Kriegen (6. Juli 1809) organisierte er die Versorgung der Verletzten und der 56.000 Toten. Der dabei erworbene Typhus führte zum Tod am 21. August 1809.

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