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Allgemeinmedizin 7. Mai 2013

Bewegung und Diät im Alter

Die Prävalenz von Adipositas und Übergewicht nimmt auch bei älteren Menschen zu. Gerade im höheren Lebensalter sind Maßnahmen zur Gewichtsreduktion jedoch bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit kritisch zu betrachten.

„Aus geriatrischer Sicht werden strikte Diätformen für ältere Patienten aufgrund des erhöhten Risikos der Entwicklung einer Malnutrition abgelehnt“, stellt Prof. Dr. Monika Lechleitner, Landeskrankenhaus Hochzirl, fest. Beim älteren Menschen sind sowohl die Gewichtsabnahme als auch Adipositas mit einer deutlicheren Reduktion der Skelettmuskelmasse und damit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung eines Muskelabbaus und funktioneller Einschränkungen assoziiert.

Weniger Kalorien und mehr Bewegung

Eine neuere US-amerikanische Studie über die Wirksamkeit unterschiedlicher gewichtsreduzierender Maßnahmen bei älteren Menschen verglich eine Diätgruppe mit einer kombinierten Diät- und Bewegungsgruppe und einer Kontrollgruppe bei adipösen Menschen über 65 Jahren über einen Zeitraum von 52 Wochen. Alle Teilnehmer erhielten überdies Kalziumsupplemente und Vitamin D.

Dabei zeigte sich, dass auch bei älteren adipösen Menschen eine kombinierte, gewichtsreduzierende Therapie mit Diät und Bewegungsprogrammen hinsichtlich der Gewichtsreduktion, des Erhalts der Muskelmasse und auch der funktionellen Aktivität von Vorteil ist. Allerdings, so Lechleitner, erlauben diese Ergebnisse keinen Rückschluss auf geriatrische Patienten im Alter über 75 Jahren. Auch wurden keine Patienten mit Komorbiditäten oder Dauermedikation in die Studie aufgenommen. „In der klinischen Praxis ist damit weiterhin ein auf die individuellen Bedürfnisse des geriatrischen Patienten angepasstes Vorgehen empfehlenswert“, stellt Lechleitner fest.

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