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Hämatologie 24. Dezember 2012

Anämie-Screening in Tirol

Der Rotary Club Innsbruck Bergisel hat sein Sozialprojekt „Gesundes Blut im Alter“ erfolgreich abgeschlossen.

Die Initiative wurde durch einen District Simplified Grant unterstützt. Bei insgesamt 558 Personen wurde eine Blutbildbestimmung durchgeführt. Zudem wurden 720 Beratungsgespräche zum Fit-Halten des Blutes geführt.

In Tirol sind etwa 17 Prozent der älteren Menschen blutarm. Dies entspricht einer Gesamtzahl von etwa 25.000. Symptome der Anämie sind Leistungsverlust, übermäßige Müdigkeit, Blässe von Haut und Schleimhäuten, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Kollapsneigung mit Stürzen. Die Anämie kann zum Gehirnschlag und Herzinfarkt führen, ist mit einer verlängerten Krankenhausaufenthaltsdauer und einem verkürztem Überleben assoziiert und kann ein Frühsymptom einer Krebserkrankung sein.

Zehn Prozent auffällig

Auf Grund der Häufigkeit und der großen Relevanz der Anämie bei älteren Menschen in Tirol hat deshalb der Rotary Club Innsbruck Bergisel auf Initiative von Prof. Dr. Reinhard Stauder, Univ.-Klinik für Innere Medizin V, Innsbruck, mit Unterstützung durch einen District Simplified Grant das Sozialprojekt „Gesundes Blut im Alter“ gestartet.  Bei der Gesundheitsstraße in der Rathauspassage, Innsbruck im April 2012 und bei der Seniorenmesse SENAKTIV im November wurden den Besuchern unentgeltliche Blutbildbestimmungen aus der Fingerbeere angeboten. Das zwei Minuten später vorliegende Blutbild wurde anschließend mit den Probanden besprochen. Bei 558 Bestimmungen wurden in etwa zehn Prozent auffällige Blutbildveränderungen diagnostiziert. Es wurden zudem 720 Beratungsgespräche, wie man das Blutbild durch ausgewogene Ernährung, Bewegung und jährliche Blutbildkontrollen fit halten kann, geführt. Die Durchführung erfolgte in Kooperation mit dem Verein Seniorenkrebshilfe.

Nach dem Kaffee schnell auf ein Blutbild

„Der niederschwellige, unentgeltliche und anonyme Zugang zur Blutbildbestimmung für alle ist bei den Menschen sehr gut angekommen. Nach dem Vormittagskaffe schnell auf ein Blutbild, das war das Motto für viele“, berichtet Stauder und hofft, das Projekt „Gesundes Blut im Alter“ auch im Jahr 2013 fortsetzen zu können.

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