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Infektiologie 13. Jänner 2016

Malariamittel rettet Ebola-Patienten

Ein Malaria-Medikament hat laut einer retrospektiven Studie von Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) wahrscheinlich die Sterblichkeit von Ebola-Patienten in Liberia reduziert.

Die Ergebnisse der Studie, die auf Daten von 381 Patienten aus dem Behandlungszentrum in Foya im Norden des Landes aus dem Jahr 2014 beruht, wurden von Ärzte ohne Grenzen und Epicentre, dem Forschungszentrum der internationalen Hilfsorganisation, im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Die Studie zeigt, dass Patienten, denen im Verlauf ihrer Behandlung das Präparat Artesunat-Amodiaquin (ASAQ) verabreicht wurde, eine um 31 Prozent geringere Sterbewahrscheinlichkeit aufwiesen als Patienten, die das Standardmedikament Artemether-Lumefantrin (AL) erhielten. Die systematische Verabreichung von Malaria-Medikamenten ist Teil des Behandlungsprotokolls von Ärzte ohne Grenzen für Ebola-Patienten.

Die positive Wirkung von ASAQ wurde nur deshalb entdeckt, weil im Behandlungszentrum von Foya auf dem Höhepunkt der Epidemie im August 2014 das Medikament AL ausgegangen war.

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