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Genetik 25. August 2015

So sterben Zellen

Startsequenz für Zelltodprogramm geklärt

Tübinger Forscher untersuchen die Bildung von Membranporen, die für den Start des Selbstmord-Programms von Zellen notwendig sind.

Wenn Zellen überaltert oder stark geschädigt sind, können sie über den programmierten Zelltod aktiv ihren eigenen Abbau einleiten. Dieser „Selbstmord“ wird auch Apoptose genannt. Ein entscheidender Wendepunkt in der Veränderung einer normalen Zelle zur Krebszelle ist ihre Desensibilisierung gegenüber der Apoptose.

Das Protein Bax ist als Schlüsselregulator in der Apoptosen-Einleitung bekannt. Unter Leitung on Prof. Ana Garcia-Sáez von der Uni Tübingen und Prof. Joachim Spatz vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme wurde die Funktionsweise von Bax-Proteinen untersucht und die Ergebnisse in „Nature Communications“ (http://goo.gl/flEHFH) veröffentlicht.

Das Team hat untersucht, wie die Mitochondrien-Membran durchlässig wird, um das Cytochrom c in das Zellinnere zu entlassen – der Schlüsselschritt in der Apoptose. Bax wird als einzelnes Molekül in der Membran eingebaut. Dort angekommen bildet es mit weiteren Molekülen unterschiedlich große Bax-Komplexe, die Austrittsporen für Cytochom c. Empfehlung der Forscher: Um den Zelltod einzuleiten, müsste es ausreichen, den ersten Aktivierungsschritt der Bax-Proteine, der von weiteren Proteinen fein gesteuert wird, zu fördern.

Eberhard Karls Universität, Ärzte Woche 35/2015

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