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Kardiologie 1. September 2006

Geschlechtsspezifische medikamentöse Therapie der Hypertonie

HINTERGRUND DER STUDIE: Die arterielle Hypertonie ist ein wichtiger Risikofaktor kardiovaskulärer Erkrankungen. In der vorliegenden Studie wurden geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Verschreibung antihypertensiver Medikamente mittels Abrechnungsdaten der Burgenländischen Gebietskrankenkasse (BGKK) untersucht.

MATERIAL UND METHODEN: In einer retrospektiven Querschnittsstudie wurde die Verschreibung von Herz-Kreislaufmedikamenten aus dem Jahr 2003 an 41.499 Anspruchsberechtigte der BGKK erhoben. Die Daten wurden nach Substanzklassen analysiert.

ERGEBNISSE: In dem erhobenen Kollektiv mit Herz-Kreislaufmedikamenten waren 38,3 % Männer und 61,7 % Frauen. Die Substanzklassen Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System wurden häufiger verschrieben als β-Adrenozeptor-Antagonisten, Calciumkanalblocker, Diuretika und Antihypertonika. Frauen erhielten häufiger Diuretika und β-Adrenozeptor-Antagonisten als Männer, denen vermehrt Antihypertonika und Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System verordnet wurden (p < 0,01 zwischen den Gruppen).

SCHLUSSFOLGERUNG: Geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen in der Häufigkeit der Verordnung von Herz-Kreislaufmedikamenten an Frauen sowie in der Wahl der Substanzklasse antihypertensiv gleichwertiger Medikamente.

Petra Pühringer, Ghazaleh Gouya, Berthold Reichardt, Michael Wolzt, Wiener Medizinische Wochenschrift

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