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Die Frau beugt sich über die Sanduhr und überwindet damit symbolhaft die Zeit.
 
Gendermedizin 28. Oktober 2009

„Menopause-Andropause-AntiAging“ wird 20

Österreichische Kongressphilosophie – europäische Kongressinstitution.

Wie es von der Idee zur Realisierung des Wiener Menopausekongresses kam, berichtet Dr. Wolfgang Clementi, Mitglied des Organisationskomitees.

 

Mitte der Achtzigerjahre entstand die Idee der Institution eines Menopausekongresses im deutschsprachigen Raum. Das Logo – eine Frau beugt sich über eine Sanduhr und überwindet damit symbolhaft die Zeit – wurde mit Schülern der Meisterklasse Hollein gestaltet und einer Wiener Kulturtradition entsprechend im Jugendstil entworfen. Ein Kongresslogo wurde dadurch zum Markenzeichen.

Zu dieser Zeit war die Thematik der Menopause und ihre Gewichtung so unbedeutend und unbekannt, dass niemand diesem „Wiener Kongress“ Zukunft gab. Heute wird dieser Kongress von der EMAS (European Menopause and Andropause Society) und der IMS (International Menopause Society) in einem internationalen Ranking im obersten Bereich angesiedelt.

Unsere Arbeit sahen wir immer in der Symbiose von „State-of-the-Art-Wissenschaftspräsentation“ und perfekter Infrastruktur für die Teilnehmer an. Wir verstehen Kongress im ursprünglichen Sinn des Wortes „congrego – congregere“: aufeinander zugehen. Freiheit des auch kritischen Wortes am Rednerpult und absolute Äquidistanz zu den Firmen müssen die Plattform einer informativen Tagung sein. Dem Gedankenaustausch der Teilnehmer muss durch Auswahl, auch oft konträrer Standpunkte, Kreativität und Innovation vermittelt werden.

Die kulturelle Gestaltung unseres Gesellschaftsprogrammes sehen wir als Visitenkarte des Kongresses. Die Präsentation von Wissenschaft und Kunst war von Beginn an eine tragende Säule unserer Kongressphilosophie, stellvertretend seien genannt: Carl Djerassi mit einer Theaterpremiere im Jugendstiltheater Steinhof und ein Privatkonzert mit José Carreras im Wiener Konzerthaus.

Die Kongressgestaltung entwickelt sich heute zunehmend in Richtung thematischer Spezifität und einer weltweiten enormen Zunahme von differenzierten Tagungen. Um sich in diesem Umfeld behaupten zu können, geht der „Wiener Kongress“ seinen Weg: Congregere – das heißt, auf alle zugehen und einem Kongress Herz und Seele geben.

 

 www.menopausekongress.at Wien, 3. bis 5. Dezember 2009

Von Prof. Otto Schönherr, Ärzte Woche 44 /2009

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