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Diabetologie 7. Februar 2017

Raucherrisiko

Rauchen trägt zur Entstehung von Diabetes bei. Erwachsene Raucher haben eine stark erhöhte Wahrscheinlichkeit zu erkranken.

Rauchen trägt zur Entstehung von Diabetes bei. Auch bei einer bestehenden Diabeteserkrankung wird die Wahrscheinlichkeit, Folgeerkrankungen zu erleiden schon durch Passivrauchen deutlich erhöht, schrieb die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) vor Kurzem in einer Aussendung. Rauchende Erwachsene haben demnach eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit Diabetes zu entwickeln wie Nichtraucher. Bei Passivrauchern erhöhe sich das Risiko immer noch um 33 Prozent. „Der blaue Dunst greift mehrfach und gravierend die Stoffwechselprozesse des Körpers an. Kurz gesagt: Rauchen macht Diabetes. Rauchen verschlimmert Diabetes“, sagte ÖDG-Präsident Hermann Toplak von der Ambulanz für Lipidstoffwechsel der Universitätsklinik für Innere Medizin der Medizinischen Universität Graz.

Helmut Brath von der Diabetesambulanz des Gesundheitszentrums Süd der Wiener Gebietskrankenkasse, Erster Sekretär der ÖDG sowie Vorstandsmitglied der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden, erklärt den Zusammenhang: „Raucher haben einen höheren Blutzucker als Nichtraucher. Rauchen macht die Zellen unempfindlich gegen das körpereigene Insulin. Die steigende Unempfindlichkeit gegen Insulin ist der eigentliche Auslöser des Diabetes mellitus Typ 2, der häufigsten Diabeteserkrankung.“

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