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Dermatologie 2. November 2015

Psoriasis bei Kindern

Expertenbericht:Immunpathogenese und neue Therapieansätze.

Psoriasis ist eine chronisch entzündliche Autoimmunkrankheit der Haut und der Gelenke, die in den Industrieländern 2 bis 4 Prozent der Bevölkerung betrifft. Die Prävalenz bei Kindern liegt bei 0,5 bis 2 Prozent.

Wie bei erwachsenen Patienten mit Psoriasis, leiden auch Kinder und Jugendliche sehr unter dieser chronischen Hautkrankheit. Zudem zeigen neuere Studien, dass bei Kindern und Jugendlichen die Psoriasis mit Auftreten des metabolischen Syndroms assoziiert ist. Daher ist es bei Kindern und Jugendlichen wichtig, die chronische Entzündung erfolgreich zu kontrollieren. Für die Behandlung erwachsener Patienten mit Psoriasis können wir aus einer Reihe von topischen und systemischen Antipsoriatika wählen.

Gerade die neuen Erkenntnisse zur Immunpathogenese der Psoriasis, insbesondere die Bedeutung der IL-23/Th17 Immunantwort, haben die Entwicklung von neuen oralen Immunmodulatoren und anti-entzündlichen Biologika ermöglicht. So hat sich das therapeutische Spektrum in den letzten Jahren erweitert.

Die klinischen Erfahrungen zur topischen und systemischen Therapie von Kindern mit Psoriasis sind jedoch geringer. Gerade für diese Population ist es wichtig, wirksame und sichere Therapien anbieten zu können.

Dr. Kamran Ghoreschi leitet die Gruppe „Molekulare Immunologie von Autoimmunkrankheiten“ an der Universitäts-Hautklinik Tübingen.

Kamran Ghoreschi, Ärzte Woche 45/2015

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